Wenn man von einem Navigationsgerät verlangt einen auf dem kürzesten Weg durch die Eifel zu bringen allerdings unter Auslassung der A1, ist es kein Wunder wenn sowas dabei raus kommt:
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Wenn man von einem Navigationsgerät verlangt einen auf dem kürzesten Weg durch die Eifel zu bringen allerdings unter Auslassung der A1, ist es kein Wunder wenn sowas dabei raus kommt: Kürzester Weg weiter lesen Heute auf dem Weg zum K-Eiffeltreffen. Vier Kilometer später hat der Tacho (und der Kilometerzähler) dann den Dienst quittiert, auf dem Treffen wurde ein defekter Tachogeber diagnostiziert und in den nächsten Tagen bekomme ich aus der Schweiz von einem Forumskollegen ein Ersatzteil geschickt, gegen Porto. Noch kurz eine Rechnung, bietet sich grade an: Als ich die K Ende Mai 2007 anmeldete, hatte sie 43.084km auf der Uhr, macht ca. 17.000 Kilometer in 23 Monaten. Das auf drei Hinter- und zwei Vorderreifen und mit ständig steigender Freude. Wer braucht schon einen Tacho? Heute war übrigens für mich kein Motorradtag. Ich habs eigentlich schon auf dem Weg zum Treffen gemerkt. Ich fühl mich dann nicht so wohl, es passt irgendwie nicht und wenns schlimm wird fang ich an die K um die Kurven zu tragen. So ein Tag war heute. Den Versuch eine Eiffeltour unter der Führung eines fliegenden Holländers habe ich nach ein paar Kilometern, mehr oder weniger ständig an meiner heutigen persöhnlichen Leistungsgrenze aufgegeben und mich statt dessen mit einem Kollegen der Motorradstaffel am Nürburgring getroffen und am Brünnchen ein wenig Langstreckenrennen geguckt. Dan wieder zum Treffen, noch ein bisschen über Ks quatschen und dann heim ins Bettchen. Auf dem Heimweg ging der Tacho übrigens wieder zumindest zeitweise. Es ist zu kalt zum Motorradfahren. Mir ist zu kalt dazu. Das mag jetzt auch daran liegen, dass ich am Rande einer Grippe umhertiegere so mit Schnusten und Hupfen, denkbar schlechte Voraussetzungen für das Führen eines motorisierten Zweirades aber was will man machen? Was will man machen wenn sich am Vortag der Anlasser von Auto A unter Absonderung fragwürdiger Geräusche selbst zerstört, zwischen Gebrauchtteilehandel und Hebebühne 40 Kilometer liegen und Auto B anderweitig im Einsatz ist? Gut, für den ersten Versuch stand Auto B noch zur Verfügung, leider gab es zwischen der schraubenden und der händlernden Partei eine ungenaue Absprache, so dass der vermeintlich passende Anlasser so gar nicht dem ausgebauten entsprach, was mir, völlig auf Botendienste reduziert, natürlich erst klar wurde als ich in die enttäuschten Augen des Schraubers blickte. Die Berliner Polizei braucht 35 neue Motorräder “für den Eskorteneinsatz beim Zentralen Verkehrsdienst”, (im Volksmund “Weiße Mäuse”) da denkt sich der motorradinteressierte Mensch, kein Problem die haben ja die Fabrik in der Stadt also demnächst ein paar schicke neue K1200GT oder R1200LT, fertig. Denkste. Es gibt da nämlich die vorgeschrieben EU weite Ausschreibung für öffentliche Investitionen und schwups fahren die weißen Mäuse demnächst Guzzi, Moto Guzzi. Allerdings nicht die Erfurcht erbietende California Vintage, nein es recht dann doch nur zur Norge 850 (76 PS, 270 Kg, Listenpreis 11 810 Euro). Aha. Die Berliner Morgenpost schreibt:
Da haben wir es, ein Sparfuchs war am Werk. Ob der jetzt auch eingerechnet hat, daß man nun für zwei völlig unterschiedliche Marken Ersatzteile, Werkzeuge und Monteur- und Fahrerschulungen anschaffen und finanzieren muß? Auf der anderen Seite brauchen sich die weißen Mäuse ja nicht solche Sorgen um die Geschwindigkeit zu machen, betrunken rasende Politiker werden eher selten eskortiert. Gestern war Sonntag, es war Frühling und es war nach dem 1. April. Was passiert also in der Eifel? Sie platzt vor Motorrädern. Der glückliche “Einheimische” wartet also den Sonntag in Ruhe ab und, entsprechende Wetterlage vorausgesetzt, schwingt sich am späten Nachmittag aufs Krad und fährt los wenn wieder Platz ist mit dem Vorsatz nur eine kleine Runde zu drehen. Um halb elf war ich wieder daheim nach 300 ganz kurzen Kilometern. Es war eine schöne Tour, vielleicht bis auf den Abschnitt N67 von Monschau nach Eupen. Aber sonst wirklich nett und fast ganz ohne andere Motorräder. Einmal auf dem Stadtring um Lüttich herum (total spannend *gähn* aber egal) dann wieder Landstrasse, an Spa vorbei und über Malmedy wieder gen Heimat. Brav wie man ist, gerät man ja auch im Ausland nicht so in Versuchung zu rasen, erst recht wenn die Begrenzungen geringer sind als bei uns. Die K ist brav gelaufen, die neuen Reifen und das neue Federbein machen sich echt gut und die Griffheizung möchte ich auch nicht mehr missen. Ach ja, nachts in der Eifel lernt man auch die Vorzüge eines Scheinwerfers in LKW Größe und Belgische Automatentankstellen zu schätzen. Warum gibt es solche Tankstellen eigentlich nicht bei uns? Weil mit Sprit sowieso kein Geld verdient wird, sondern nur noch der Supermarkt daneben zählt? Wahrscheinlich. …war gestern. Grade recht um eine novemberliche Eifelrunde zu drehen, schließlich muss so ein Motorrad ja auch bewegt werden, sonst rostet es ein, jawohl. Zwei Großelternzitate zum Thema:
So geschafft, ein Argentinier hat gewonnen, aber da hatte ich schon eine Currywurst vor der Nase. Hat großen Spaß gemacht, ohne die Radfahre wäre es einfacher gewesen, die waren äußerst unkooperativ. Irgendwie verinnerlichen die nicht, dass wir deretwegen mit unseren Motorrädern an ihnen vorbei müssen. Dafür hab ich tatsächlich eine ganz liebe Freundin sammt Sippe am Streckenrand begrüßt. Die BMW ist ganz prima gelaufen, hat großen Spaß gemacht. Auf dem Heimweg hab ich mal geguckt was so geht… Sie läuft als wäre sie auf der Straße festgeklebt, wirklich toll, nie ein ungutes Gefühl und bei 200 hatte ich dann auch mehr mit dem Wind zu kämpfen. Während des Rennens ist sie mir an ein paar Ecken hinten ein bißchen weggerutscht auf Dreck oder Fahrbahnmarkierungen, aber das war auch nie wirklich ein Problem. Schade, dass ich keine 11 kEuro übrig hab. Man muss schon ein bischen bekloppt sein um bei 32 Grad Celsius 340 Kilometer in voller Motorradmontur durch drei Länder zu hetzen, nur um ein paar noch Bekloppteren dabei zuzusehen, wie sie ungefähr das Gleiche auf Rennrädern erledigen, wenn auch in etwas leichterer Kleidung. Allen sonstigen Widrigkeiten zum Trotz habe ich in den letzten drei Wochen zwei sehr schöne Motorradintensive Wochenenden erlebt. Es fing damit an, daß ein erfreulich nah wohnender Twin 500 Fan beschloß Haus, Hof und Heuboden für ein Treffen zur Verfügung zu stellen. Schöne Wochenenden weiter lesen Mensch jetzt hat die Saison doch grad erst angefangen und schon sind die drei Radrennveranstaltungen an denen die Motorradstaffel Köln teilnimmt vorbei. Angefangen hatte es im März mit dem Klassiker Köln Schuld Frechen. Diesmal bin ich zum ersten mal die Profirunde über 194 km mitgefahren (jetzt wo ich weiß, daß meine KLEine das vom Verbrauch her hinbekommt) Es war zwar morgens bitter kalt, so minus 2°C aber so gegen Mittag hatte die Sonne durchaus schon sowas wie eine wärmende Kraft und es war den ganzen Tag trocken. Das Rennen selber war sehr entspannt, alles hat prima geklappt. |
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