… es gibt wertvollere Inhalte die man per TV vermitteln kann, aber andererseits gibt es sicher auch viel unangenehmere Arbeitsumgebungen.
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Es gibt im Fernsehen, wie auch sicher in anderen Bereichen mit ähnlicher Arbeitsweise, Jobs die, weil sie so beliebt sind, unter den Beteiligten quasi fest vergeben sind. Das heißt es gibt einen Stamm von sagen wir zwei Personen die es immer machen und ungefähr einer Person die immer einspringt wenn eine von den beiden anderen aus irgendeinem wichtigen Grund nicht an der Produktion teilnehmen kann. Erst wenn dieser Konstrukt aus irgendeinem Grunde lahmt, hat man als Aussenstehender die Chance mal einen Fuß in solch eine Produktion zu setzen. Das Schicksal eines “Freiberuflers” ist es erst recht auf solche Momente angewiesen zu sein um zum Zuge zu kommen. Manchmal klappts. Drei sehr schöne und lustige Tage Fernsehen machen. Und natürlich wünscht man trotz allem keinem Kollegen etwas schlechtes, ernsthaft. Link: Zimmer Frei auf WDR.de Nur um mal so einen Eindruck zu vermitteln (aka Strunzen) Die Morgenmagazinregie kurz vor dem Start… also ungefähr Facebookler können das hier bewundern
Ich muß auch zugeben, dass die Aufregung langsam steigt. Fernreisen gehören ja bei mir nicht zu Regel und damit in diese Region der Welt vor zu stoßen hab ich schon mal gar nicht gerechnet. Ich hatte einfach im richtigen Moment (letzten Freitag) das Handy dabei und war bekloppt genug ohne Zögern ja zu sagen als man einen Bildmischer suchte der acht Tage später mal eben ins Flugzeug hüpft und in eine der Regionen fliegt von deren Besuch das Auswärtige Amt “dringend warnt”. Aber hey, Guido… halt mich auf! Außerdem setze ich große Hoffnungen auf die Sicherheitsmaßnahmen die unsere amerikanischen Freunde angesichts Hillarys (oder doch Hillaries ?) angeblicher Anwesenheit treffen werden. Inzwischen habe ich also einen vorläufigen Reisepass (reicht) mit Visum, ein E-Ticket für die Bahn und eines für den Flug. Sechseinhalb Stunden ab Frankfurt. Wie die Dinge sich darstellen, wird die Fahrt mit dem ICE wahrscheinlich der schwierigste Teil. Hoffe ich. Die Musik kann man sich ja bei Youtube mal anhören, hier ein Beispiel:
Ich wollte es nur nachtragen und das Foto weiter unten damit erläutern, schneller als vermutet oder auch erhofft erfolgte mein zweiter Einsatz beim Rockpalast. Diesmal ging es zum Area 4 Festival in Lüdinghausen. Drei Tage laute, harte Rockmusik, schnelle Schnitte und viel Staub. Ich habe mich dabei mit einem hervorragenden WDR Kollegen abgewechselt und unter anderem mit Christian Wagner einen der Väter des Rockpalasts als Regisseur an meiner Seite gehabt. Das Kamerateam war großartig und die Stimmung, trotz langer Tage und kurzer Nächte ziemlich gut. Auf meinem Mist gewachsen sind: Hat sehr viel Spaß gemacht, mal gucken ob und wie es weiter geht. Grade habe ich einen Anruf von einem meiner Arbeitgeber bekommen: “Schlechte Nachrichten, wir zahlen keinerlei Zuschläge mehr.” Auf Rückfrage warum hieß es dann, wegen der Standortfrage. In Berlin würden auch keine Zuschläge mehr bezahlt. Gut, wir reden hier über Zuschläge bei Überstunden (im vorliegenden Fall ab der 11. Stunde(!), Nachtzuschläge ab 22:00Uhr und Sonn- und Feiertagszuschläge. Das macht absolut nicht so viel aus und ich kann mich auch kaum daran erinnern bei dieser Firma mal in die Zuschläge gekommen zu sein. Darum gehts aber auch nicht (nur) Es geht darum, dass wieder ganz unten mit dem Sparen angefangen wird. Das Personal, die Leute die die ganze Arbeit machen, ohne die es die Show, Sendung, den Event gar nicht geben würde oder niemand sie im TV sehen könnte sind die finanzielle Knautschmasse. Die Zeiten sind für Fernseharbeitgeber günstig: viele Leute, wenig Jobs. —- In den letzten drei Tagen habe ich so zu sagen wieder ein neues Kapitel meines beruflichen Daseins aufgeschlagen, wenn auch nicht sehr weit, aber ich habe immerhin, als kurzfristig eingesprungener Ersatzman, zwei von 14 Konzerten auf dem Haldern Pop Festival geschnitten und dieses für den großen Ehrwürdigen Rockpalast. Ok, der Rockpalast ist vielleicht nicht mehr ganz so groß und Ehrwürdig wie er früher mal war, bevor Alan Bangs meinte seine wirklich tolle Stimme würde im deutschen Fernsehen genau so sexy rüber kommen wie im Englischen Millitärradio, trotzdem war es ein feines Erlebnis mit guter, sehr guter und auch, sagen wir mal interessanter Musik. Und natürlich mit Leuten die viel, schwer und trotzdem sehr gut gearbeitet haben, an der Seite einer Bimi Kollegin die ich schon lange kenne und schätze und die einen feinen Job abgeliefert hat und ich habe meiner Liste der “Dinge die ich mal geschnitten haben möchte” wieder ein Häkchen hinzufügen können. (Da wäre noch die Sport-Studio Uhr) Jetzt kriegen wir den Bogen zur Überschrift, in eben solche Geduld werde ich mich nun fassen müssen, so bald werde ich da wohl nicht wieder ran kommen, dafür ist der Stab der festen Rockpalästler einfach zu groß, zu routiniert und zu gut, mit denen kann ich mich mit meinen Jahren von Musikschnittenthaltsamkeit im Moment kaum messen. Kann man bloß ohne Fernsehsender so schlecht üben… Aber eben Geduld und dafür noch ein Bild vom Heimweg heute abend Oh vergessen, Nachtrag: Ich habe den Mitschnitt von Noah and the Whale und von Andrew Bird zu verantworten (zumindest das was nicht nachbearbeitet wird), beides sagen wir mal streckenweise etwas sperrig abzubilden … oder so. Nachtrag: Die Nacht von Samstag auf Sonntag hab ich in den, um diese Uhrzeit total gemütlichen, Studios des WDR in Bocklemünd verbracht um mir selbige mit der zweiten langen “Was liest Du” Nacht um die Ohren zu hauen.
Ja und dann haben wir noch das Morgengrauen im, um diese Uhrzeit doch etwas gemütlicheren, Brauhaus em Keldenich verbracht und viel gequatscht über alles mögliche ausser Gott und der Welt. [Lydia Herms hat bei Sputnik auch eine eigene Bücher-vorstellen-in-Web-Videos-Reihe "Lydias Lesestoff" in der sie Bücher an oft ungewöhnlichen Orten vorstellt. Sehr liebevoll und witzig dargeboten und produziert, einfach mal die Sputnik Seite danach durchstöbern, los jetzt!] ![]() MoMa Tasse Kleine Belohnung für um 23:45 ans Telefon gehen und um 4:15 in Köln sein. Hat Spaß gemacht, wenn es auch anstrengend war, da ich nun mal den Vortag nicht wirklich darauf ausgerichtet hatte und es höchstens auf eine Stunde Schlaf gebracht habe. Meinem verunfallten Kollegen wünsche ich natürlich gute Besserung. Manche Dinge ändern sich nicht. Das ist beruhigend, zumindest meistens und für Menschen die nicht so scharf auf Veränderungen sind. Dummerweise gehören zu den änderungsresistentesten Umständen die negativen. Ich glaube es gibt ein Gesetz bei Murphy das besagt, dass man nicht positiv überrascht werden kann oder so. Also bin ich es auch nicht. Obwohl… neulich war ich kurz davor. Ein eifriger Disponent einer meiner Ex-Firmen rief mich an, beklagte einen kurzfristigen Personalnotstand und fragte ob ich nicht zwei Tage einspringen und den DVE bedienen könnte. Das war der Moment wo ich fast überrascht gewesen wäre… Keine halbe Stunde später klingelt das Telefon und eine mir bekannte verdiente Mitarbeiterin derselben Firma, allerdings aus einer sagen wir mal kundenäheren Abteilung ruft mich an um sich zu entschuldigen und mir mitzuteilen, dass “der Kunde” doch an ein bestimmtes Team gewöhnt sei und doch eine andere Krankenvertretungslösung vorziehen würde “Du weißt doch XYZ und ZXY sind doch das Dreamteam an SG und DVE” Gottseidank. weitere Fotos von gekow Das Schöne am Dasein als "Freiberufler*" ist die Möglichkeit an vielen verschiedenen Sommer- und ähnlichen Festen teilzunehmen und da zu stehen und sich zu sagen, ich arbeite zwar auch für Euch, aber ich muss nicht jeden Tag da hin latschen. Man verfolgt Gespräche darüber wie schlecht die Arbeitsbedingungen, wie doof die Vorgesetzten sind und denkt sich, was hab ich ein Glück. Eigentlich hätte ich schon ganz gerne ein bisschen Pech, sagen wir eine halbe Stelle? *Freiberufler: erfolgreiches Modell zum Abwälzen des wirtschaftlichen Risikos "Mitarbeiter" auf die kleinstmöglichen Schultern.
Heute habe ich in der Landeshauptstadt mit einer Kollegin zusammengearbeitet mit der ich das letzte mal vor ungefähr 15 Jahren (!!!) in einer Regie gesessen habe. Es war ein anderer Sender, eine andere Stadt aber es war alles wieder wie damals. Sogar die fehlenden Beiträge und die Entscheidung 30 Sekunden vor dem Opener, welcher Beitrag an den Anfang geschoben wird weil er halt schon da ist… alles genau wie früher. |
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