Zugegeben…

… es gibt wertvollere Inhalte die man per TV vermitteln kann, aber andererseits gibt es sicher auch viel unangenehmere Arbeitsumgebungen.

Fernsehcamp

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Es gibt im Fernsehen, wie auch sicher in anderen Bereichen mit ähnlicher Arbeitsweise, Jobs die, weil sie so beliebt sind, unter den Beteiligten quasi fest vergeben sind. Das heißt es gibt einen Stamm von sagen wir zwei Personen die es immer machen und ungefähr einer Person die immer einspringt wenn eine von den beiden anderen aus irgendeinem wichtigen Grund nicht an der Produktion teilnehmen kann. Erst wenn dieser Konstrukt aus irgendeinem Grunde lahmt, hat man als Aussenstehender die Chance mal einen Fuß in solch eine Produktion zu setzen. Das Schicksal eines “Freiberuflers” ist es erst recht auf solche Momente angewiesen zu sein um zum Zuge zu kommen.

Manchmal klappts.

Bild: Studio Zimmer Frei

Zimmer Frei!

Drei sehr schöne und lustige Tage Fernsehen machen.

Und natürlich wünscht man trotz allem keinem Kollegen etwas schlechtes, ernsthaft.

Link: Zimmer Frei auf WDR.de

@work

Foto: Regie C, (C): Monika Sandel

Nur um mal so einen Eindruck zu vermitteln (aka Strunzen) Die Morgenmagazinregie kurz vor dem Start… also ungefähr 33 23 Minuten vor dem Start. Natürlich sitzen da in Wirklichkeit noch ein Dutzend Leute mehr um einen herum. Das schöne Foto war gedacht um mit vielen anderen einen Flur im Funkhaus zu verschönern, hat dann aber, rein vom Bild her natürlich zu recht, das Rennen gegen ein Bild aus der Sportschauregie verloren.

Facebookler können das hier bewundern

kleiner Ausflug

Wie es dazu gekommen ist, ist mir immer noch nicht so ganz klar, aber ich werde wohl demnächst ein paar, in Worten vier, Tage in der Hauptstadt der Islamischen Republik Afghanistan verbringen um dort das Konzert des wie es so schön heiß weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus bekannten afghanischen Musikers Farhad Darya für das afghanische Fernsehen und, soweit ich das überblicke eine LED Wand auf der Bühne zu mischen.
Es wird illustre Gäste geben da am folgenden Tag die Afghanistan Konferenz beginnt. Das Team trifft sich am Sonntag das erste mal zu einer Probe, ein Teil Europäer, ein Teil Afghanen, Technik weiß ich noch nicht, und am Montag ist das Konzert. Es wird entweder schrecklich oder toll, ich bin entschieden für letzteres.

Ich muß auch zugeben, dass die Aufregung langsam steigt. Fernreisen gehören ja bei mir nicht zu Regel und damit in diese Region der Welt vor zu stoßen hab ich schon mal gar nicht gerechnet. Ich hatte einfach im richtigen Moment (letzten Freitag) das Handy dabei und war bekloppt genug ohne Zögern ja zu sagen als man einen Bildmischer suchte der acht Tage später mal eben ins Flugzeug hüpft und in eine der Regionen fliegt von deren Besuch das Auswärtige Amt “dringend warnt”.

Aber hey, Guido… halt mich auf!

Außerdem setze ich große Hoffnungen auf die Sicherheitsmaßnahmen die unsere amerikanischen Freunde angesichts Hillarys (oder doch Hillaries ?) angeblicher Anwesenheit treffen werden.

Inzwischen habe ich also einen vorläufigen Reisepass (reicht) mit Visum, ein E-Ticket für die Bahn und eines für den Flug. Sechseinhalb Stunden ab Frankfurt. Wie die Dinge sich darstellen, wird die Fahrt mit dem ICE wahrscheinlich der schwierigste Teil.

Hoffe ich.

Die Musik kann man sich ja bei Youtube mal anhören, hier ein Beispiel:

Area 4

Ich wollte es nur nachtragen und das Foto weiter unten damit erläutern, schneller als vermutet oder auch erhofft erfolgte mein zweiter Einsatz beim Rockpalast. Diesmal ging es zum Area 4 Festival in Lüdinghausen. Drei Tage laute, harte Rockmusik, schnelle Schnitte und viel Staub.

Ich habe mich dabei mit einem hervorragenden WDR Kollegen abgewechselt und unter anderem mit Christian Wagner einen der Väter des Rockpalasts als Regisseur an meiner Seite gehabt. Das Kamerateam war großartig und die Stimmung, trotz langer Tage und kurzer Nächte ziemlich gut.

Das Biest lebt

Das Biest lebt

Auf meinem Mist gewachsen sind:
CJ Ramone, Zebrahead, Callejon, Broilers, Life of Agony und Antiflag
Ich bin nicht mit allen Arbeiten so ganz zufrieden aber das wäre ja auch unnatürlich. Bei den anderen Kapellen hab ich dann zum Teil die Videowall bestückt oder, wenn wir nicht aufgezeichnet haben auch mal für die Videowall an der Kamera gestanden.

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Hat sehr viel Spaß gemacht, mal gucken ob und wie es weiter geht.

Area 4 im Rockpalast

Sparen fängt unten an

Grade habe ich einen Anruf von einem meiner Arbeitgeber bekommen: “Schlechte Nachrichten, wir zahlen keinerlei Zuschläge mehr.” Auf Rückfrage warum hieß es dann, wegen der Standortfrage. In Berlin würden auch keine Zuschläge mehr bezahlt.

Gut, wir reden hier über Zuschläge bei Überstunden (im vorliegenden Fall ab der 11. Stunde(!), Nachtzuschläge ab 22:00Uhr und Sonn- und Feiertagszuschläge. Das macht absolut nicht so viel aus und ich kann mich auch kaum daran erinnern bei dieser Firma mal in die Zuschläge gekommen zu sein. Darum gehts aber auch nicht (nur)

Es geht darum, dass wieder ganz unten mit dem Sparen angefangen wird. Das Personal, die Leute die die ganze Arbeit machen, ohne die es die Show, Sendung, den Event gar nicht geben würde oder niemand sie im TV sehen könnte sind die finanzielle Knautschmasse.

Die Zeiten sind für Fernseharbeitgeber günstig: viele Leute, wenig Jobs.
Da nutzt man dann z.B. den Umzug eines Senders in dem man personalintensive Bereiche auslagert und den Leuten anbietet bei der Subfirma einen neuen Vertrag zu leicht veränderten Konditionen zu unterschreiben. Das sehen dann natürlich die anderen z.B. Fernsehsender und fragen sich warum sie denn mehr zahlen sollen und schwupps gehen die Tarife nach unten. Spesen gibts eh kaum noch, Catering auch nicht mehr und wenn dann gegen Bezahlung. Nicht mal etwas zu trinken gibt es umsonst, auch nicht bei stundenlanger körperlicher Arbeit bei 30°.
Alles nicht mehr wie früher.
Aber hinter jedem Mitarbeiter, egal ob fest oder frei stehen genug Leute die scharf auf den Job sind und die es auch für noch weniger Geld tun.

—-
Ich muss noch was nachtragen: natürlich weiß ich das das ganze a) nicht neu und b) nicht nur im TV Bereich so ist.

Geduld

In den letzten drei Tagen habe ich so zu sagen wieder ein neues Kapitel meines beruflichen Daseins aufgeschlagen, wenn auch nicht sehr weit, aber ich habe immerhin, als kurzfristig eingesprungener Ersatzman, zwei von 14 Konzerten auf dem Haldern Pop Festival geschnitten und dieses für den großen Ehrwürdigen Rockpalast. Ok, der Rockpalast ist vielleicht nicht mehr ganz so groß und Ehrwürdig wie er früher mal war, bevor Alan Bangs meinte seine wirklich tolle Stimme würde im deutschen Fernsehen genau so sexy rüber kommen wie im Englischen Millitärradio, trotzdem war es ein feines Erlebnis mit guter, sehr guter und auch, sagen wir mal interessanter Musik. Und natürlich mit Leuten die viel, schwer und trotzdem sehr gut gearbeitet haben, an der Seite einer Bimi Kollegin die ich schon lange kenne und schätze und die einen feinen Job abgeliefert hat und ich habe meiner Liste der “Dinge die ich mal geschnitten haben möchte” wieder ein Häkchen hinzufügen können. (Da wäre noch die Sport-Studio Uhr)

Jetzt kriegen wir den Bogen zur Überschrift, in eben solche Geduld werde ich mich nun fassen müssen, so bald werde ich da wohl nicht wieder ran kommen, dafür ist der Stab der festen Rockpalästler einfach zu groß, zu routiniert und zu gut, mit denen kann ich mich mit meinen Jahren von Musikschnittenthaltsamkeit im Moment kaum messen. Kann man bloß ohne Fernsehsender so schlecht üben…

Aber eben Geduld und dafür noch ein Bild vom Heimweg heute abend

Ballon

Ballon

Oh vergessen, Nachtrag: Ich habe den Mitschnitt von Noah and the Whale und von Andrew Bird zu verantworten (zumindest das was nicht nachbearbeitet wird), beides sagen wir mal streckenweise etwas sperrig abzubilden … oder so.

Nachtrag:
Mitschnitte auf der Rockpalast Webseite:
Noah and the Whale (leider nur zwei Titel)
Andrew Bird

Lydia zu Gast….

Die Nacht von Samstag auf Sonntag hab ich in den, um diese Uhrzeit total gemütlichen, Studios des WDR in Bocklemünd verbracht um mir selbige mit der zweiten langen “Was liest Du” Nacht um die Ohren zu hauen.
Das hat in der Tat viel mehr Spaß gemacht als zu erwarten war, immerhin waren wir nur alle halbe Stunde für 20 Minuten auf Sendung, aber eben diese waren doch immer wieder recht vergnüglich und interessant was natürlich zum einen Jürgen von der Lippe zu verdanken war, der auf seine Art eigentlich immer ein Fernseherlebnis ist, auf der anderen Seite aber auch Seinem Studiogast.
Lydia Herms, Leseratte, Buch- und alles mögliche Reporterin bei Sputnik, dem mdr Radioprogramm für die nicht mehr so ganz aber immer noch ziemlich jungen Hörer. Jedenfalls hat Lydia an Jürgens Seite eine sehr gute Figur gemacht hat und man hat ihr “das erste mal” nach spätestens 10 Minuten kaum noch angemerkt.

Ja und dann haben wir noch das Morgengrauen im, um diese Uhrzeit doch etwas gemütlicheren, Brauhaus em Keldenich verbracht und viel gequatscht über alles mögliche ausser Gott und der Welt.
War sehr, sehr nett.

[Lydia Herms hat bei Sputnik auch eine eigene Bücher-vorstellen-in-Web-Videos-Reihe "Lydias Lesestoff" in der sie Bücher an oft ungewöhnlichen Orten vorstellt. Sehr liebevoll und witzig dargeboten und produziert, einfach mal die Sputnik Seite danach durchstöbern, los jetzt!]

Belohnung

MoMa Tasse

MoMa Tasse

Kleine Belohnung für um 23:45 ans Telefon gehen und um 4:15 in Köln sein. Hat Spaß gemacht, wenn es auch anstrengend war, da ich nun mal den Vortag nicht wirklich darauf ausgerichtet hatte und es höchstens auf eine Stunde Schlaf gebracht habe. Meinem verunfallten Kollegen wünsche ich natürlich gute Besserung.

Konstante

Manche Dinge ändern sich nicht. Das ist beruhigend, zumindest meistens und für Menschen die nicht so scharf auf Veränderungen sind. Dummerweise gehören zu den änderungsresistentesten Umständen die negativen. Ich glaube es gibt ein Gesetz bei Murphy das besagt, dass man nicht positiv überrascht werden kann oder so.

Also bin ich es auch nicht.

Obwohl… neulich war ich kurz davor. Ein eifriger Disponent einer meiner Ex-Firmen rief mich an, beklagte einen kurzfristigen Personalnotstand und fragte ob ich nicht zwei Tage einspringen und den DVE bedienen könnte.
Ich hab mich erst ein bisschen geziert, dann habe ich angefangen die zwei Tage zu organisieren und schließlich zugesagt. Er wirkte sehr erleichtert, seine letzten Worte waren “…dann setz ich Dich mal auf die Stabliste”

Das war der Moment wo ich fast überrascht gewesen wäre…

Keine halbe Stunde später klingelt das Telefon und eine mir bekannte verdiente Mitarbeiterin derselben Firma, allerdings aus einer sagen wir mal kundenäheren Abteilung ruft mich an um sich zu entschuldigen und mir mitzuteilen, dass “der Kunde” doch an ein bestimmtes Team gewöhnt sei und doch eine andere Krankenvertretungslösung vorziehen würde “Du weißt doch XYZ und ZXY sind doch das Dreamteam an SG und DVE”
und so war ich wieder draußen und eben nicht überrascht.

Gottseidank.

Betriebsfest

weitere Fotos von gekow

Das Schöne am Dasein als "Freiberufler*" ist die Möglichkeit an vielen verschiedenen Sommer- und ähnlichen Festen teilzunehmen und da zu stehen und sich zu sagen, ich arbeite zwar auch für Euch, aber ich muss nicht jeden Tag da hin latschen. Man verfolgt Gespräche darüber wie schlecht die Arbeitsbedingungen, wie doof die Vorgesetzten sind und denkt sich, was hab ich ein Glück.
Aber nüchtern betrachtet ist diese Form des Glücks und dieses  "nicht müssen" ein Euphemismus für "nicht gebraucht werden" bzw. "kein Job" und schließlich "keine Kohle". Dann fühlt man sich prompt wieder versetzt ans hintere Ende der Nahrungskette obwohl, dass sei der Fairnis halber gesagt, ich bisher noch einigermaßen durch komme aber es könnte natürlich besser sein. Dafür wiederum müsste ich ein besseres Talent zum Anbiedern haben.

Eigentlich hätte ich schon ganz gerne ein bisschen Pech, sagen wir eine halbe Stelle?

*Freiberufler: erfolgreiches Modell zum Abwälzen des wirtschaftlichen Risikos "Mitarbeiter" auf die kleinstmöglichen Schultern.

 

Zeitreise

Heute habe ich in der Landeshauptstadt mit einer Kollegin zusammengearbeitet mit der ich das letzte mal vor ungefähr 15 Jahren (!!!) in einer Regie gesessen habe. Es war ein anderer Sender, eine andere Stadt aber es war alles wieder wie damals. Sogar die fehlenden Beiträge und die Entscheidung 30 Sekunden vor dem Opener, welcher Beitrag an den Anfang geschoben wird weil er halt schon da ist… alles genau wie früher.
Aber dennoch hatten wir auch den gleichen Spaß wie früher. War schön.

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